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ecoTrialog #14: Internationale DCIM Anbieter stellten ihre Lösungen vor

Deutschland-Premiere für eco Whitepaper zu Datacenter Infrastructure Management

Nürnberg, 02.07.2014 – Annähernd 70 IT- und RZ-Experten aus Deutschland und dem benachbarten Ausland trafen sich zum 14. ecoTrialog im Rechenzentrum der noris network AG in Nürnberg.

Anlässlich der Vorstellung des neuen eco Whitepapers "DCIM ≠ DCIM" stellten 14 Lösungsanbieter ihre Produkte für das Datacenter Infrastructure Management (DCIM) vor. Vier weitere RZ-Experten berichteten aus Anwendersicht über den Einsatz ihrer Tools.











































Eröffnet wurde die Networking-Veranstaltung durch den Gastgeber Joachim Astel, Vorstand der noris network AG.

Bereits am Vormittag bestand für die Teilnehmer die exklusive Gelegenheit, im Rahmen einer geführten Tour einen Blick in die Serverräume eines der modernsten Rechenzentren Europas zu werfen.

Monika Graß, Autorin des DCIM Whitepapers, stellte die Ergebnisse der Marktanalyse im Überblick vor.

Die Autorin hat ein Jahr lang den Markt analysiert, mit Herstellern als auch Anwendern gesprochen und gab in Ihrer Präsentation eine fundierte Einschätzung sowie praxisorientierte Empfehlungen rund um die Einführung von DCIM Lösungen. [PDF]

Vor welchen personellen Herausforderungen stehen eigentlich Unternehmen im Bereich der IT-Sicherheit?

Dr. Benjamin Heckmann, Koordinator des Kooperativen Studiengangs IT-Sicherheit (KITS) der Hochschule Darmstadt informierte die RZ-Experten über die Möglichkeiten zur unternehmensspezifischen Qualifikation sowie zu bedarfsgerechten Zukunfts-Perspektiven für RZ-Betrieb und Studierende. [PDF]

Welche Lösungen setzt ein mittelständischer RZ-Betreiber für sein Infrastruktur Management ein? Diese Frage beantwortete auf anschauliche Weise Florian Sippel, Projekt-Leiter Rechenzentren bei der noris network AG.

Herausforderung
"Daten-Waschmaschine"!

Roland Galler, yandree GmbH, sieht die größte Herausforderung bei der Einführung eines DCIM-Systems in der erfolgreichen und möglichst vollständigen Migration der Bestandsdaten in ein neues System.

Diese Aufgabe werde häufig von den Unternehmen unterschätzt. Der Kunde verfügt dann über ein neues System, aber die Daten auf die er zugreift seien unvollständig, so Galler.

Martin Wimmer, Leiter des Rechenzentrums der Universität Regensburg, stellte aus Anwendersicht die wichtigsten To-Do's bei der Ausschreibung, der Erstellung eines Lastenhefts und der Evaluationsphase dar.

Marcus Bärenfänger, Projektleiter RZ-Technik bei der arvato Systems GmbH, berichtete über einen DCIM Einführungs-Prozess auf Unternehmens-Ebene.

So konnte z.B. das zeitlich angestrebte Ziel der Implementierung bei arvato innerhalb eines halben Jahres erfolgreich erreicht werden.

Nach den Einführungsvorträgen und der Diskussionsrunde konnten sich die Teilnehmer auf die jeweils 7-minütigen Impulsvorträge der 14 Lösungs-Anbieter freuen.

Den kurzweiligen Vortrags-Marathon läutete Wolfgang Goretzki von EMERSON Network Power mit dem Plattform-Konzept Trellis™ ein.

Als Vorteil der Lösung stellte Goretzki u.a. die Prognose von Ausfallrisiken heraus.

Die Plattform beinhaltet u.a. Module für Power Management, Cooling & Power System Management sowie einen Virtual Integration Manager. [PDF]

Thomas Matthes von der OSL Gesellschaft für offene Systemlösungen mbH legte den Fokus seiner Präsentation auf eine softwaredefinierte, flexible und hochverfügbare VM-Infrastruktur.

Matthes sieht mögliche Lösungsansätze in einer radikalen Vereinfachung der Netzwerk-Infrastruktur.

Als Stichworte für diesen Bereich nannte er u.a. Unified Networking sowie Unified Virtualisation Enviroment. [PDF]

Für Jan Göbel und Frank Weiskopf von der Cofely Deutschland GmbH überzeugt der Lösungs-Ansatz AXI.COS auf TGA-Seite u.a. durch Monitoring-Module für NSHV, Notstromversorgung, Umluftkühlung und Kaltwasser-Erzeugung.

Auf IT-Seite wurden beispielhaft Komponenten für Change- und Workflow-Management, Ressourcen- und Asset-Management genannt.

Eine gewerke-übergreifende integrierte MSR-Technik bildet für Göbel und Weiskopf den Schlüssel zu einer höheren Energieeffizienz im Datacenter.

Exemplarisch nannten beide hier Betriebszeit-Optimierungen, variable Luftmengen- sowie Kaltwasser-Regelungen. [PDF]

Holger Nickel, Geschäftsführer des Aachener Systemanbieters Aixpert Soft, stellte mit der Lösung AixBOMS ein datenbankgestütztes System für das Configuration Management (CMDB) vor.

Das aktive Dokumentations-Tool deckt Bereiche vom klassischen Facility-Management über Configuration-, Change- und Release-Management bis hin zur Dokumentation in den Bereichen VoIP, IP, LAN/WAN ab. Über ein dynamisches Datenmodell lassen sich vom User flexibel Attribute zu den IT-Komponenten einfügen. [PDF]

DCIM ist nichts anderes als Prozess-Automatisierung für Rechenzentren!

Unter diesem Schlagwort zeigte Andreas Ganz, ABB Group, den Teilnehmern den Weg von der handwerklichen IT-Manufaktur hin zur Industrie 4.0 auf.

Mit der offenen und flexiblen Decathlon-Architektur bietet ABB eine Lösung für Standardisierung, Zentralisierung aber auch für die Konsolisierung im Rechenzentrum an. [PDF]

Von S bis XL reicht die Spanne an Lösungen die Gerd König von Panduit Deutschland den anwesenden IT-Experten präsentieren konnte.

König zeigte anhand von vielen Beispielen auf, wie eine Software-Plattform das IT-Management um physikalische Faktoren wie z.B. Server-Standort oder Schnittstellen sinnvoll ergänzt – aber auch wie sich Stromverbrauch oder physikalische Umgebungs-Bedingungen visualisieren lassen. [PDF]

Patrick Szillat von der TKM Gruppe aus Mönchengladbach stellte mit Future PATCH einen RFID-gestützten Lösungsansatz vor.

Hierbei erhalten z.B. Patchkabel anhand eines RFID-Tags eine eindeutige Kennzeichnung. Über intelligente Patchfelder ist so ein effizientes Kabel-Management realisierbar.

Der Anwender erhält so eine vollständige und jederzeit aktuelle Dokumentation seines physikalischen Netzes. [PDF]

Ralf Ploenes, Geschäftsführer der Raritan Deutschland GmbH, erläuterte den Teilnehmern 10 wichtige Aspekte für die erfolgreiche Einführung eines DCIM-Projekts.

Seine Ratschläge an die Unternehmen lauteten u.a.:

Setzen Sie Prioritäten über die Zeit! Vermeiden Sie die Feature-Falle! Bauen Sie Brücken zu Kollegen und einigen Sie sich auf Ziele! Beginnen Sie klein und expandieren Sie mit der Zeit! [PDF]

Hans-Peter Müller, CA Technologies, zeigte anhand des Spannungsfeldes Energie – Prozesse – Assets anschaulich auf, in welchen Bereichen sich DCIM zur Zeit bewegt.

Vom real-time Monitoring im Bereich Power & Cooling über die logische Prozess-Ebene mit Workflow-Management und Business Integration hin zur physikalischen Ebene mit den Bereichen Capacity- und Inventory-Management spannte Müller den Bogen. [PDF]

Softwaregestützte RZ-Planung und Dokumentation waren die Themen von Wolfgang Schröder von der AT+C EDV GmbH. Der von Schröder vorgestellte Lösungs-Ansatz baut auf der Eingabe mittels grafischer Oberfläche auf.

Hierdurch werde z.B. ein schnelles Erkennen von freien Kapazitäten sowohl im Raum als auch im Rack gewährleistet, so Schröder. Als Ergebnisse aus der Planungsphase nannte er u.a. Listengenerierung für Kabelvorkonfektionierung oder USV-Dimensionierung. [PDF]

Christian Stolte, Schneider Electric, zeigte am Beispiel von StructureWare wie sich ein Capacity- und Change-Management effizient bewältigen lässt.

Das Tool ermöglicht dem Betreiber eine Echtzeit-Überwachung und Analyse aller wichtigen Ressourcen im Bereich eines Rechenzentrums. Über verschiedenste Dashboard-Funktionalitäten lassen sich beliebige Monitoring-Szenarien realisieren. [PDF]

Für Walter Krämer von der speedikon FM AG standen die Themenbereiche Asset- und Kabel-Management sowie Energiedaten-Management und Reporting Tools im Fokus seines Vortrages.

Vom Planen und Dokumentieren über das Energieverbrauchs-Monitoring und die datumsbezogene Ressourcen-Planung bis hin zu IMAC Prozessen und verschiendensten Webservices erstreckte sich sein Themenspektrum. [PDF]

Andreas Kaufmann von iTRACS/CommScope zeigte den IT-Teilnehmern anhand der 5 DCIM-Säulen Abhängigkeit, Visualisierung, Offenheit, Migrierbarkeit und Modularität welche Anforderungen an das Infrastruktur-Management im Rechenzentrum aktuell gestellt werden.

Wichtig sei für das RZ-Personal der flexible Zugriff auf die Daten im Serverraum z.B. durch Visualisierung auf Tablets mit entsprechenden Dashboard-Funktionalitäten. [PDF]

Die jeweils 7-minütigen Kurzvorträge beendete Oliver Lindner, FNT GmbH, mit einem ganzheitlichen DCIM-Managementansatz und anschaulichen Bildern zur Sicherheit und Redundanz, Planung und Prozessoptimierung sowie Ressourcen-Effizienz im Rechenzentrum. [PDF]

Im Anschluss an die Vorträge bestand für die Gäste wie immer ausgiebig Zeit um mit Referenten und Gastgeber in der Abschluss-Diskussion offen gebliebene Fragen zu klären.

Die Teilnehmer konnten die Gespäche in entspannter Atmosphäre in der Nürnberger Altstadt fortsetzen.

Dinner-Sponsor EMERSON Network Power lud die Teilnehmer zum abendlichen Dinner in die Hausbrauerei Altstadthof ein.

Zuvor ging es in zwei geführten Gruppen durch die unterirdischen Felsenkeller unterhalb der Nürnberger Kaiserburg.

Die abendlichen Networking-Angebote sind regelmäßiger Bestandteil der ecoTrialog-Veranstaltungen um den Teilnehmern genügend Gelegenheit zum informellen Austausch untereinander sowie mit Referenten und Gastgebern zu bieten.

Weitere ecoTrialoge sind bereits in der Planung. Das nächste Event findet am 4./5. September 2014 in Norderstedt, Timmendorf und Bad Oldesloe statt.

Weitere Fotos der Veranstaltung finden Sie auch
in unserem Flickr-Album.

zur Agenda →

Präsentationen im Überblick

[PDF] Monika Graß, GRASS CONSULTING
[PDF] Dr. Benjamin Heckmann, Hochschule Darmstadt
[PDF] Wolfgang Goretzki, EMERSON Network Power
[PDF] Thomas Matthes, OSL GmbH
[PDF] Jan Göbel und Frank Weiskopf, Cofely Deutschland GmbH
[PDF] Holger Nickel, Aixpert Soft GmbH
[PDF] Andreas Ganz, ABB Group
[PDF] Gerd König, Panduit Deutschland
[PDF] Patrick Szillat, TKM Gruppe
[PDF] Ralf Ploenes, Raritan Deutschland GmbH
[PDF] Hans-Peter Müller, CA Technologies
[PDF] Wolfgang Schröder, AT+C EDV GmbH
[PDF] Christian Stolte, Schneider Electric
[PDF] Walter Krämer, speedikon FM AG
[PDF] Andreas Kaufmann, iTracs / a CommScope Company
[PDF] Oliver Lindner, FNT GmbH

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